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Onlinetagebuch: ALPIN Leserreise - Mit Peter Habeler ins Everest-Basecamp

Back to Lukla

21.05.2008 16:31:52
Es ist der 12. Mai am frühen Nachmittag. Ich sitze in einem Travellercafe in Namche Bazar, als eine sonnengebräunte, äußerst athletische junge Frau an mir vorbeihuscht. "Die kenne ich doch", denke ich. Und richtig. Es ist Gerlinde Kaltenbrunner, die derzeit erfolgreichste Höhenbergsteigerin der Welt. So klein ist die Welt in dieser Region. Jeder, ob Trekking-Reisende wie wir oder Spitzen-Bergsteigerinnen wie Gerlinde muss das Nadelöhr Namche passieren, um ins Khumbu-Gebiet mit Everest und Lhotse zu gelangen.
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Holger Rupprecht und Gerlinde Kaltenbrunner.
Gerlinde ist doppelt erleichtert. Sie selbst hatte gemeinsam mit ihrem Kletterpartner David Göttler am 01. Mai trotz immenser Kälte den Dhaulagiri I (8167 m) "gepackt". Bei ihrem Versuch im vergangenen Jahr war sie haarscharf an einem tödlichen Unglück vorbei geschrammt. Und vor wenigen Minuten hat sie endlich die Nachricht erhalten, dass auch Ehemann Ralf am Vortag sein erstes großes Ziel dieser Saison, den (8481 m) Makalu, gemeistert hat und bereits wieder in sicheren Höhenlagen angelangt. Nächstes gemeinsames Ziel: der Lhotse.
Um zur Fotogalerie der drei Tage zu gelangen, klicken Sie auf das Bild oder auf diesen Link.
Auch wir sind froh, inzwischen wieder "dickere" Luft zu atmen. Namche befindet sich auf 3400 Höhenmetern, so "tief" waren wir seit über zehn Tagen nicht mehr. Tags zuvor, während der Tour von Pheriche nach Namche, statten wir dem weltberühmten Kloster Tengpoche (3867 m) einen ausgiebigen Besuch ab. Das ursprüngliche Kloster wurde 1989 durch einen Brand zerstört. Mittlerweile ist es aber (fast) in altem Glanz wieder aufgebaut, wovon wir uns während einer Besichtigungstour überzeugen können.

Kindertrage auf Nepali-Art.
Nach dem "Bummeltag" in Namche steht der lange Abstieg nach Lukla auf dem Programm. Es ist eine Wohltat nach der Zeit in den überaus eindrucksvollen aber kargen Hochgebirgsregion wieder in das "blühende" Leben entlang des Dudh-Kosi-Flusses zurückzukehren. Als wir diese Strecke vor gut zwei Woche in umgekehrter Richtung liefen, standen die vielen Kirschbäume in prachtvoller Blüte. Mittlerweile sind aus den strahlend-weißen Blüten tiefgrüne Blätter geworden. Wilder, rot leuchtender Mohn säumt mancherorts den Weg, wir treffen hunderte von Trägern und Nutztieren, die ihre schwere Last nach oben befördern, Schulkinder, die fröhlich ihres Weges ziehen und viele andere Trekker.



Gruppenbild mit neugierigen Kiddies in Lukla am Rande eines rauschenden buddhistisches Festes.
Am späten Abend wartet auf die, die sich nach dem langen Tag und einem ausgiebigen Abendessen noch einmal aufraffen können, ein weiteres kleines Highlight. In Lukla wird ein rauschendes buddhistisches Fest gefeiert. Von traditionellem Gruppentanz über Bars mit Bollywood-Pop bis hin zum Discozelt mit westlicher Chartmusik ist alles geboten. Und wir mittendrin.

Alle Artikel des Online-Tagebuchs der Everest-Exkursion bis zu diesem Tag:
Fotogalerie früherer Hauser-Trekkintouren zum höchsten Berg der Welt: Klicken Sie auf das Bild oder auf diesen Link.

Weitere Informationen:

Seit 1990 unterstützt Hauser aktiv die Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland durch großzügige Spenden für Infrastruktur-Projekte in Nepal. www.sir-edmund-hillary-stiftung-deutschland-ev.de

Der Nepalhilfe Beilngries kann auf 15 Jahre soziales Engagement im Königreich Nepal zurückblicken. Sie unterstützt Projekte, die Hilfe zur Selbsthilfe geben sollen: www.nepalhilfe.org


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