3. Bergans-ALPIN-Abenteuer
Eine ausgewählte Truppe war es, die sich am Freitag Morgen zur 3. Bergans/ALPIN Tour in Jäger von Fall am Sylvensteinspeicher traf. Immerhin musste man sich mit einem Tourenbericht der letzten zwei Jahre bewerben, um an der Zugspitzüberschreitung teilnehmen zu können.
Ziel war es, in Ehrwald zu starten und über die Wiener Neustädter Hütte auf das Münchener Haus am Gipfel der Zugspitze zu gelangen. Ein Aufstieg mit fast 1800 Höhenmetern und einem leichten Klettersteig. Samstag sollte es dann über den Jubiläumsgrat (kurz: Jubelgrat) zur Alpspitze und weiter zum Osterfelderkopf gehen. Den insgesamt zehn Teilnehmern standen sechs Bergführer gegenüber. Denn von vornherein war klar: Pro Bergführer dürfen maximal zwei Teilnehmer dabei sein, da der Jubelgrat ein recht anspruchsvolles Unternehmen ist.
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Der Aufstieg von der Ehrwalder Zugspitzbahn begann schweißtreibend. Schwül-dampfiges Wetter ließ etliches an Schweiß fließen. Aber mit zunehmender Höhe wurde es merklich kälter. Nach einer Einkehr in der urigen Wiener Neustädter Hütte ging es über den Stopselzieher weiter dem höchsten Punkt Deutschland entgegen.
Bald setzte Nebel ein, es begann zu schneien. Verhältnisse wie ziemlich genau ein Jahr zuvor beim Zugspitzlauf , bei dem zwei Akteure ums Leben kamen. Die Bergans/ALPIN-Gruppe allerdings war besser ausgerüstet und ließ sich von den Verhältnissen nicht schrecken. So erreichten alle Teilnehmer bei minus einem Grad und leichtem Schneetreiben den Gipfel. Aber das war erst ein Etappenziel. Das Highlight sollte erst am nächsten Tag folgen. Bei Neuschnee? Die Verhältnisse am Grat sahen nicht schlecht aus und so beschlossen die Bergführer in Einklang mit der Gruppe es zu versuchen - wenn das Wetter am Morgen passen sollte.
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Wenn! Samstag morgen fünf Uhr: Schneetreiben! Minus 5 Grad. Nicht unbedingt die Bedingungen, bei denen man mit einer Gruppe den Jubelgrat macht. Und so war die Entscheidung über die Knorrhütte und das Gatterl abzusteigen, schnell getroffen, wobei sich schon der Abstieg auf Platt als nicht ganz einfach rausstellte.
Im Schneetreiben: Gruppenfoto auf dem Zugspitzgipfel.
Und auch wenn der Ein oder Andere etwas enttäuscht war, dass der Jubelgrat diesmal nicht möglich war: Die Entscheidung nicht zu gehen war richtig.
Das unterstrich auch nochmal der kräftige Regenguss am frühen Nachmittag. Einem zünftigen Ausklang zwischen Sauna, Whirlpool und Buffet im Jäger von Fall stand das aber nicht im Weg.
Und so verließen einige Teilnehmer das wettermäßig etwas ungastliche Oberbayern mit dem festen Entschluss: Wir kommen wieder.
Text: Olaf Perwitzschky
Bilder: Birgit Gelder
www.bergans.de