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Der Verlag versieht sein Ulk-Buch bereits bei der Ankündigung vor dem Erscheinen mit der Bezeichnung "Bestseller". Das ist selbstbewusst dafür, dass eines der lustigsten Kapitel nicht vom Kabarettisten und Autor Koeninger stammt, sondern von zwei Kabarett-Kollegen, wie die letzten Seiten offen darlegen. Nun, auch Didi Hallervorden hatte den Sketch "Ich hätte gerne eine Flasche Pommes Frites" damals für etwa 500 Mark von einem befreundeten Komiker gekauft.
Über was dürfen wir bei Koeninger lachen? Als bewusst tapsiger Kletteranfänger stolpert er mit Franken suchend durch fränkischen Forst, um an einsamen, aber brüchigen Felsen seine ersten senkrechten Gehversuche zu praktizieren. So werden auch schwierigste Kletterstellen mit dem Unterstatement des dortigen Slang kommentiert: "An dera Schubbn mussd a weng biazn." - das hört sich schon sehr authentisch an (An dieser Schuppe musst du ein bisschen die Piaz-Technik anwenden).
Trotz des amüsanten Toproper-Beginns ist der Großteil des Textes nur für Vorsteiger belustigend: Bitte nicht dem Bekannten schenken, der erst einmal in der Kletterhalle dabei war. Insgesamt: Liest sich streckenweise wie sein Textbuch für die Bühnenshow, das muss man mögen oder sich lieber die Show ansehen.
Text: Nils Theurer
Georg Koeniger: Cliffhänger
Piper 2011
288 Seiten
ISBN 978-3-492-26422-8
9,99 Euro
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