Der am 11. Januar verstorbene Edmund Hillary soll am 22. Januar in seiner neuseeländischen Heimatstadt Auckland beerdigt werden. Der neuseeländische Premierminister Helen Clark gab am Wochenende bekannt, dass der Erstbesteiger des Mount Everest ein Staatsbegräbnis erhalten wird.

Weltweite Trauer um den Abenteurer: Sir Edmund Hillary wird am 22. Januar beigesetzt. Foto: dpa.
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Er war einer der Helden des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit dem nepalesischen Bergführer Tenzing Norgay bestieg er vor fast 55 Jahren als erster Mensch den höchsten Berg der Welt. Die beiden standen am 29. Mai 1953 rund 15 Minuten auf dem 8848 Meter hohen Mount Everest und schrieben damit Weltgeschichte. Zum letzten Mal war Hillary im April 2007 nach Nepal gereist, wobei er schwer stürzte. Von diesem Sturz hatte er sich nie richtig erholt.

Die weltweite Trauer lässt erahnen, wie sehr der Nationalheld der Neuseeländer über die Grenzen des Staates hinaus verehrt wurde. So ließ selbst Königin Elizabeth II mitteilen, dass sie "sehr traurig" sei. Die Königin hatte den Neuseeländer 1995 zum Ehrenritter des exklusiven Hosenbandordens gemacht. Sie war ihm auch zuvor bereits mehrfach begegnet und traf ihn zuletzt 2004 bei einer Zeremonie des Ordens auf Schloss Windsor.

Auch die indische Präsidentin Pratibha Patil bekundete ihr Beileid zum Tod von Sir Edmund Hillary. "Mit seinem Hinscheiden hat die Welt einen der größten Abenteurer des 20. Jahrhunderts verloren", hieß es am Freitag in Patils Mitteilung. Hillary sei nicht nur ein begeisterter Bergsteiger gewesen, sondern habe auch den Bedürfnissen der Menschen in der Himalaya-Region Aufmerksamkeit geschenkt. Fotogalerie Edmund Hillary Tief betroffen über den Tod des Mount Everest-Erstbesteigers hat sich die Sir Edmund Hillary Stiftung in Deutschland geäußert. "Mit dem Tod von Edmund Hillary wurde das erfolgreichste Bergsteigerleben abgeschlossen", sagte die Vorsitzende der Organisation, Ingrid Versen.

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Extrembergsteiger Reinhold Messner würdigte Hillary als Schlüsselfigur des Bergsteigens. "Jetzt gilt es, seinen Geist lebendig zu halten", sagte Messner am Freitag in einem Telefonat mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er selbst werde in seinem eigenen Museum in Bozen alles tun, das Andenken des in Auckland gestorbenen Bergsteigers hochzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Erinnerung an ihn und sein Werk erhalten bleibe.

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